Die Lebensverhältnisse der Studierenden werden immer komplexer. Entsprechend ist eine immer vielschichtigere Beratung und engere Begleitung der Studierenden notwendig, um zu nachhaltigen Lösungen zu gelangen. Die Abteilung Soziales bietet vielfältige Services an, um Studierende kompetent und individuell zu unterstützen: Seien es Fachberatungen oder die psychotherapeutische Beratung. Aber auch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen fördern die Begegnung, die Vernetzung und das soziale Miteinander.
Kulturprogramm
Das Kulturprogramm bot Studierenden im Jahr 2025 insgesamt 64 kostenlose oder kostengünstige Workshops, Tagesausflüge und Events an. Angeboten werden Veranstaltungen, die neue Blickwinkel eröffnen sowie Eigeninitiative und sozialen Austausch fördern, darunter die sehr beliebten Speedfriending-Abende, vegane Kochkurse oder Fahrradreparatur-Workshops. Wir konnten rd. 3.000 Studierende zu unserem Kulturprogramm begrüßen.
Besonders erfolgreich verlief das „cultureclubbing goes Lenbachhaus“ als eines von ganzen fünf cultureclubbing-Events. Erstmals konzentrierte sich das Veranstaltungsformat auf eine Location, statt wie bisher auf zwei, was den geselligen Austausch förderte. Sehr gut kamen auch die Auftritte studentischer DJs an.
Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit studentischen Initiativen standen 2025 vermehrt auf dem Programm. Durch die Kooperation flossen viele neue Ideen in das Kulturprogramm ein und dieser bereichernde Austausch soll auch 2026 weitergeführt werden.
Vielfältiges Servicepaket-Programm für Austauschstudierende
Im Jahr 2025 wurden 1.867 internationale Austauschprogrammstudierende durch das Servicepaket-Programm betreut (2024: 1.750). Die Studierenden erhielten jeweils einen Platz in unseren Wohnanlagen und konnten ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm nutzen.
Die Servicepaket-Programm-Koordinatorin des Studierendenwerks wurde von einem engagierten Team von 17 Tutoren/-innen in München, Freising und Rosenheim unterstützt.
Besonders beliebt waren Wanderungen, Städteausflüge und Besuche von Weihnachtsmärkten. Auch Ausflüge nach Neuschwanstein, zum Schloss Herrenchiemsee und Tickets für verschiedene Konzerte waren sehr gefragt.
Für das Servicepaket-Programm sollen im Jahr 2026 neue Formate entwickelt werden, um die Integration der Austauschstudierenden in den Wohnheimalltag noch stärker zu fördern.
| Sommersemester 2025: | Wintersemester 2025/2026: | |
| Gesamtzahl der organisierten Veranstaltungen: | 63 | 52 |
| Angebotene Veranstaltungsplätze: | 1.248 | 1.076 |
| Anmeldungen: | 1.022 | 867 |
| Tutoren/-innen: | 17 | 15 |
Enge Zusammenarbeit mit den Wohnheimtutoren/-innen
In den vom Studierendenwerk München Oberbayern betreuten Wohnanlagen waren 2025 insgesamt 286 studentische Wohnheimtutoren/-innen ehrenamtlich tätig. Diese große Anzahl an Tutoren/-innen wurde von anfänglich zwei, seit März 2025 von drei Koordinatorinnen unterstützt. Durch die zusätzlich geschaffene Stelle können die Tutoren/-innen noch individueller betreut werden.
vielfältige Workshops für Tutoren/-innen
Die Koordinatorinnen organisierten beispielsweise zehn Workshops für Tutoren/-innen, darunter zu Themen wie Zivilcourage oder erstmalig zu Awareness-Konzepten. Neu waren auch die wohnheimübergreifenden Austauschtreffen, bei denen sich die Tutoren/-innen untereinander austauschen und voneinander lernen konnten.
Alle Tutoren/-innen leisteten wertvolle Unterstützung, indem sie ein offenes Ohr für Fragen und Anliegen hatten, Orientierungsrundgänge für die neu eingezogenen Bewohner/-innen durchführten oder Wohnheim-Events wie Bar- oder Kochabende organisierten.
studentische Events
Die Tutoren/-innen überlegten sich darüber hinaus weitere kreative und nützliche Events, wie Aufräum-, Fahrradsammel- oder Verschenk-Aktionen zu den Ein- und Auszügen. Gemeinsam mit der Abteilung Unternehmenskommunikation entstand dabei ein Video zum Thema Mülltrennung für alle Bewohner/-innen.
Beratungsstellen
Umfangreiche sozialpädagogische Beratung
Die Berater/-innen der Allgemeinen und Sozialen Beratungsstelle führten 2025 insgesamt 1.775 sozialpädagogische Beratungsgespräche durch. Trotz personeller Veränderungen gab es damit eine leichte Steigerung im Vergleich zu 2024 (1.714 Beratungsgespräche).
Wie schon im letzten Jahr stand für viele Ratsuchende das Thema Studienfinanzierung im Mittelpunkt. Oft offenbarten sich während der Beratung Problemlagen auch in anderen Lebensbereichen und es wurde eine umfangreichere sozialpädagogische Beratung notwendig, um nachhaltige Lösungen und Handlungskonzepte zu erarbeiten. Auch 2025 wurden leider zunehmend multifaktorielle Belastungen unter Studierenden beobachtet. Um den Beratern/-innen Möglichkeiten zum fachlichen Austausch zu geben, wurden 2025 Inter- und Supervisionsmaßnahmen eingeführt.
Ein Meilenstein war die Einführung eines Online-Buchungstools, mithilfe dessen Studierende Termine online buchen und auf gesichertem Wege schriftlich beraten werden können.
Steigende Anzahl psychotherapeutischer Beratungsgespräche
Im Berichtsjahr 2025 führte das Team der Psychotherapeutischen und Psychosozialen Beratung 3.296 Beratungsgespräche durch. Dieser Zuwachs von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2.922 Gespräche) unterstreicht die hohe Nachfrage nach psychologischer Unterstützung unter Studierenden. Die Studierenden waren mit der Beratung sehr zufrieden.
Nach wie vor sind viele Studierende psychisch stark belastet. Die Berater/-innen sahen bei 71% der Ratsuchenden eine ambulante psychotherapeutische Behandlung fachlich indiziert. Besonders schwer war es angesichts der extremen Auslastung der ambulanten Praxen für internationale Studierende, einen Therapieplatz zu finden.
Neben den intensiven Einzelberatungen fanden mehrere Gruppenangebote zu Themen wie Mental Health, Resilienz und Prüfungsangst statt, teilweise in Zusammenarbeit mit dem Studierendencoaching.
Mehr Erstgespräche beim Studierendencoaching
Im Jahr 2025 führte das Coaching-Team insgesamt 739 Coachinggespräche durch, was im Vergleich zum Vorjahr einer gleichbleibend hohen Anzahl entspricht (2024: 738). Erstmals seit Bestehen des Studierendencoachings und trotz Personalwechsels fanden 213 Erstgespräche im Kalenderjahr statt.
Neben Einzelgesprächen standen diverse Gruppenangebote auf dem Programm, teils in neuen Formaten oder zu neuen Themen, wie ein Workshop zur Stressbewältigung im Studienalltag oder mit dem Thema: „Zwischen innerem Schweinehund und Flow erleben: Motivation im Studienalltag.“
Außerdem brachte das Studierendencoaching seine Qualitätssicherung voran. Die neu geschaffene Möglichkeit, anonym Feedback zu geben, zeigte dabei eine äußerst hohe Zufriedenheit mit dem Coachingangebot. Um die Studierenden bestmöglich coachen zu können, stimmte sich das Team eng mit Kooperationspartnern, wie den Beratungsstellen der Hochschulen, dem Lern- und Prüfungscoaching der TUM oder dem Einzelcoaching der psychologischen Beratung der Katholischen Hochschulgemeinde an der LMU, ab.
Umfassendes Angebot der Stipendienberatung
Im Jahr 2025 gab es 699 Beratungskontakte in der Stipendienberatung (2024: 719). Ratsuchende konnten von Formaten wie der Einzelberatung, dem Coaching für Auswahlgespräche und -verfahren, den Bewerbungstrainings sowie von Bewerbungsunterlagen-Checks profitieren. Insgesamt 30% der Ratsuchenden wurden über einen längeren Zeitraum hinweg begleitet. Die Stipendienberatung ist insbesondere für internationale Studierende, welche einen Anteil von 30% an den Ratsuchenden ausmachten, eine wichtige Anlaufstelle. Für sie ist die Studienfinanzierung mit besonderen Herausforderungen und teils sogar zusätzlichen Aufwendungen für Studiengebühren verknüpft.
Die etablierten Online-Vorträge und Online-Talks sicherten die kontinuierliche Informationsvermittlung und erreichten eine stabile Teilnehmerschaft.
Anzahl der vergebenen Studienkredite gesteigert
Der Nachfrage folgend lag der Fokus der Studierendenberatung 2025 auf der Bearbeitung von Kreditanträgen.
Daneben fanden 2025 insgesamt 1.129 Beratungsgespräche zu Studienkrediten und Darlehen statt. Diese Anzahl liegt aufgrund des Fokus auf die Kreditvergabe etwas niedriger als 2024 (1.352 Beratungsgespräche). Studienkreditberatung, BAföG-Beratung und die Stipendienberatung arbeiteten eng zusammen, um die Studierenden in Finanzierungsfragen optimal zu unterstützen.
Fokus auf Arbeits- und Mietrecht in der Rechtsberatung
Die Rechtsberatung wurde nach wie vor rege genutzt: 1.349 Studierende holten sich dort im Jahr 2025 juristischen Rat (2024: 1.365). Beraten wurde wie in den Vorjahren hauptsächlich zu arbeitsrechtlichen Fragestellungen sowie zu Themen rund um die Wohnungssituation, wie beispielsweise zur Rückforderung einer Kaution.












