Gestiegene Kosten für Heizung, Strom und Lebensmittel aufgrund der anhaltenden Energiekrise prägen derzeit den Alltag der allermeisten. Besonders drastisch ist die Situation dabei für Studierende. Sie haben in der Regel kein volles Einkommen, sind auf Nebenjobs, die Unterstützung der Eltern oder sonstige Finanzierungshilfen angewiesen.

Das Studierendenwerk München Oberbayern bietet hierzu zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten. Im Folgenden finden Sie Informationen zu den verschiedenen Anlaufstellen. Darunter fallen konkrete Angebote wie die BAföG- oder Stipendienberatung, aber beispielsweise auch die Möglichkeit, einen Studienkredit abzuschließen. Studierende in akuten Notlagen können sich an die allgemeine und soziale Beratung wenden, die einen Überblick über andere Hilfsangebote geben kann.

Des weiteren finden Sie unten auch die wichtigsten Informationen zur Energiepauschale des Bundes, zum Wärmfonds der Stadtwerke München sowie zur neuen Übergangsregelung bezüglich des Semestertickets, welche die Zeit bis zum 49-Euro-Ticket überbrücken soll.

 

Der BaföG-Antrag

„Wir empfehlen Studierenden grundsätzlich, einen BAföG-Antrag zu stellen“, sagt Natascha Timmers. Sie ist Leiterin des Amt für Ausbildungsförderung beim Studierendenwerk München Oberbayern. Hier prüfen Sachbearbeiter/-innen auf Grundlage der bundesweit gültigen Kriterien, ob eine entsprechende Berechtigung vorliegt. Der große Vorteil der Förderung: Das Geld muss nach dem Studium nur zur Hälfte zurückgezahlt werden.

Der BAföG-Höchstsatz liegt derzeit bei 1.018 Euro pro Monat. „Doch auch schon eine niedrigere Fördersumme kann zur Studienfinanzierung beitragen“, betont Natascha Timmers. Sie ermutigt außerdem: „Selbst wenn ein Antrag einmal abgelehnt wurde, lohnt sich eine Beantragung zu einem späteren Zeitpunkt!“ So können sich nämlich sowohl die Umstände der Antragsteller/-innen geändert haben als auch auf der anderen Seite die Bewertungskriterien wie zum Beispiel die Freibeträge oder Bedarfssätze.

Um Studierende beim Prozess der Antragsstellung bestmöglich zu unterstützen, gibt es außerdem die Allgemeine BaföG-Beratung des Studierendenwerks München Oberbayern. Die Mitarbeiter/-innen helfen bei Bedarf sowohl bei offenen Fragen als auch beim Ausfüllen des Antrags.

Zu den jeweiligen Sprechzeiten geht es hier.

 

Der Studienkredit

Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung des Studiums sind Studienkredite. Das kann sinnvoll sein, wenn beispielsweise die BAföG-Zahlungen oder der Nebenjob nicht mehr ausreichen. Ausführlich Informationen hierzu erhalten Studierende von der Studienkreditberatung des Studierendenwerks München Oberbayern. Die Berater/-innen helfen beispielsweise, wenn sich Studierende unsicher sind, ob eine Kreditaufnahme überhaupt sinnvoll ist, erklären die verschiedenen Kreditmodelle oder prüfen die jeweiligen Voraussetzungen.

Interessierte können sich für Informationen telefonisch während der offenen Sprechstunde melden. Für persönliche Beratungsgespräche können per Mail oder telefonisch während der Büro- und Öffnungszeiten Termine vereinbart werden.

Die Stipendienberatung

Stipendien sind eine weitere Möglichkeit der Studienfinanzierung. Sie müssen im Vergleich zu Studienkrediten oder BaföG in der Regel nicht zurückgezahlt werden. Die richtige Anlaufstelle dafür ist die Stipendienberatung. Dort werden Studierende vertraulich und kostenlos rund um das Thema beraten und erhalten ausführliche Informationen über das vielseitige Stipendienangebot.

Gemeinsam mit den Berater/-innen wird individuell geschaut, welches Stipendium das passende ist und wie hoch die jeweiligen Chancen stehen. Zudem geben die Mitarbeiter/-innen allgemeine wie auch konkrete Tipps oder unterstützen bei Bedarf beim Ausfüllen von Formularen oder der Erstellung von Bewerbungsunterlagen.

Weitere Hilfen

Studierende, die Unterstützung bei der Gestaltung ihrer Finanzierung benötigen oder sich bereits in einer finanziellen Notlage befinden, wenden sich an die allgemeine und soziale Beratung. Hier erhalten sie umfassende Informationen hinsichtlich aller Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer finanzielle Situation. „Ziel dabei ist es, die finanzielle Situation der Studierenden langfristig zu verbessern“, betont die Sabine Füllhaas-Kahnes, Abteilungsleitung Soziales. „ Dazu gibt es verschiedene Projekte, die kurzfristig oder auch etwas länger helfen können. Eins ist allen gemein: Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe.“

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